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Die Versaeumung Im Berufungsverfahren - Das Strafprozessuale Anwesenheitsprinzip Im Spannungsfeld Von Autonomer Subjektstellung Und Oeffentlichen Interessen Am Beispiel Des § 329 Abs. 1,2 Stpo

2003, Heftet, Tysk

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Obwohl im Strafverfahren gegen den ausgebliebenen Angeklagten grundsätzlich keine Hauptverhandlung stattfindet, erlaubt § 329 StPO die Verwerfung der Berufung des Angeklagten und die Verhandlung in dessen Abwesenheit. Nach überwiegender Auffassung verwirkt der Angeklagte insoweit seine Mitwirkungsrechte, weil in seinem unentschuldigten Ausbleiben ein unzulässiger Verzicht auf seinen Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 103 Abs. 1 GG) liegen soll. Dieses Grundrecht garantiert aber die Subjektstellung des Angeklagten schlechthin. Es gibt ihm daher auch das Recht, auf seinen Anspruch auf rechtliches Gehör zu verzichten. Die Untersuchung zeigt, daß die mit § 329 StPO einhergehende Beschränkung dieses Grundrechtsgebrauchs weder auf grundrechtsimmanente Begrenzungen noch höherrangige Rechtsgüter gestützt werden kann. Gegen die Vorschrift sind somit verfassungsrechtliche Bedenken zu erheben.

Produktegenskaper

  • Forfatter

  • Bidragsyter

    Gunnar Luer (Forfatter) ; Gunnar Luer (Redaktør)
  • Forlag/utgiver

    Peter Lang AG
  • Format

    Heftet
  • Språk

    Tysk
  • Utgivelsesår

    2003
  • Antall sider

    242
  • Serienavn

    Schriften Zum Strafrecht Und Strafprozeßrecht
  • Varenummer

    9783631509951

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